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Bloodborne: Mein Tagebuch

By Tony, 9. April 2015

Tag 1 – Ich fordere einen Easy-Mode

Bloodborne ist mein erstes Souls-Spiel. Ich habe kein Problem mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad. Aber Bloodborne ist mir zu krass. Da habe ich keinen Bock drauf.

Der Reihe nach: Habe mich sehr auf Bloodborne gefreut. Endlich mal ein Spiel für PlayStation 4, für das sich die Anschaffung der Konsole wirklich, wirklich lohnen würde. Ich hatte schon die richtigen Erwartungen daran. Nämlich, dass es bestimmt sau schwer wird und das ich oft sterbe. Damit habe ich kein Problem… ich bin schon in vielen Videospielen oft gestorben. Dann hab ich es nochmal probiert und entweder geschafft oder gelevelt und es dann geschafft.

Aber Bloodborne belohnt mich nicht für meine Arbeit. Ich komme nicht über den ersten Boss, das Kleriker-Biest, hinaus. Schnell merkte ich, dass das eine Herausforderung wird. Insgesamt habe ich dann über vier Stunden gelevelt, bin jetzt auf Stufe 21 und schaffe es trotzdem nicht. Meine Molotovcocktails habe ich in einer Schlacht komplett verbraten. Das hat wunderbar geklappt, aber leider hat mich das Biest kurz vor seinem Ableben doch noch bestraft. Nun kann ich es nochmal mit Molotovcocktails probieren, aber wieder zehn zu sammeln dauert wieder zwei Stunden oder länger.

Ich habe Taktikschule gemacht – man braucht ja die richtige Taktik gegen die Bosse in Souls-Spielen, heißt es. Ich kenne die Bewegungen dieses verdammten Viehs auswendig, weiß wann ich angreifen kann. Aber irgendwann drängt es mich auf der engen Brücke ständig in die Ecke und ich kann nicht mehr ausweichen oder weglaufen. Dann ist es vorüber. Egal, wie vorsichtig ich bin. Und dann ist das keine Herausforderung, kein “Lernen” oder kein “Erarbeiten” mehr, sondern Frust.

Und auf Frust hab ich kein Bock. Das ist die Zeit, wo ich ein Spiel auch mal von “Normal” auf “Einfach” stelle. Geht aber in Bloodborne nicht, weil die Souls-Ultras da was dagegen haben. Man könnte ihnen ja was wegnehmen. Ich will nur, dass die Bosse weniger HP haben und weniger Schaden machen. Das würde mir schon reichen für einen Easy-Mode. Gegen normale Gegner merkt man sehr wohl, dass man trainiert hat und ihre Bewegungen kennt. Man merkt auch, wenn man übermütig geworden ist, oder unvorsichtig. Das ist toll und da sterbe ich auch gern mal für. Ich merke mir auch gern Bewegungsmuster und Taktiken, wenn es nötig ist. Aber der Boss ist nicht toll, nööö. Keine Ahnung, wie oder was da mit früheren Souls-Teilen war. Aber Fire Emblem hat die Balance ja auch geklappt zwischen klassischen Schwierigkeitsgrad und Spaß.

Nichts gegen Herausforderung, aber ich habe keine Lust, mir ein Videospiel zu erarbeiten. Ich will es erleben. Arbeiten tu ich schon genug. Bloodborne gefällt mir ansonsten richtig gut, auch wenn ich echt wenig gesehen habe. Tolle Kulisse, super Soundtrack (lustigerweise gefällt mir die Musik im Kampf gegen das Kleriker-Biest am besten) und sehr spaßiges Gameplay. Wahrscheinlich (sehr bestimmt sogar) werde ich nochmal weiterspielen, nochmal Molotovcocktails sammeln und es nochmal probieren. Wenn es dann nicht klappt: Adé, Bloodborne. Xenoblade Chronicles 3D wartet auch auf mich. Bin wohl doch nur ein Casual-Gamer.

Update:

Scheinbar verstehen mich manche nicht so ganz. Ich will nicht, dass Bloodborne einfach wird. Ich fand es bisher cool, dass ein Freak hinter einer Ecke hervorspringt, wenn ich zu unvorsichtig durch die Straßen laufe. Oder mich eine Meute in Sekunden nass macht, weil ich glaube, ich könnte es jetzt mit ihnen aufnehmen. Ich finde es auch cool, dass es nicht Tausend Checkpoints gibt, sondern Abkürzungen, die man sich verdienen muss. Ich finde es auch cool, dass es Muster gibt, wie man Bosse besiegen kann – die man erst erlernen muss. Aber ich will halt, dass es dann auch klappt – und zwar nicht erst nach dem 50. Mal, weil das “Souls-mäßig” ist sondern vielleicht nach dem fünften Mal. Vielleicht auch nach dem sechsten Mal. Keine Angst, Souls-Fans. Ich will euch nix wegnehmen.

Jetzt hab ich das Vieh übrigens besiegt.

Tag 2 – Triumph? Nee. Kurzzeitige Euphorie? Allenfalls.

Nachdem ich Bloodborne nach einer vierstündigen Odyssey mit und rund um das Kleriker-Biest gestern fast wieder aus dem Laufwerk genommen hätte, war ich am Abend erstmal beim Fußball-Training. Danach waren die Beine müde, aber der Kopf frei. Ich habe mir ein YouTube-Video angesehen und mir vorgenommen, es vor dem Schlafengehen noch einmal zu probieren. Und siehe da – ich habe das Tier relativ problemlos erlegt. Die offenbar beste Taktik dabei war, ständig in seiner Nähe zu sein. Ich hingegen war immer auf Abstand und habe angegriffen, wenn seine Angriffe durch waren.

Ganz ehrlich: Die Taktik ist für mich als Souls-Neuling alles andere als logisch. Seine Angriffe haben einen recht großen Radius. Souls-Veteranen scheinen zu wissen, dass man gegen solche Bosse offensiv sein muss. Für mich als Souls-Neuling widerspricht das eigentlich jeder Erfahrung, die ich in den ersten Stunden mit Bloodborne gemacht habe. “Genau so muss das sein!!”, werde die Souls-Fans sagen. Ist es das, was Souls-Veteranen mit “Lernen” meinen? Wenn ja, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich noch mehr lernen will. Ich mag es gerne logisch. Ich weiß nicht, wie oft ich es noch probiert hätte, wenn ich mir nicht das YouTube-Video angesehen hätte. Die Souls-Fans sagen, es ist nicht schlimm, sich Hilfe zu holen. Aber ich hätte ein besseres Gefühl gehabt, wenn ich selbst drauf gekommen wäre. Es war kein Gefühl des Triumphes, eher ein Gefühl der Erleichterung, es endlich hinter mir zu haben. Zumindest in den Minuten danach. Ich muss schon zugeben, dass mich der fette “BEUTE ERLEGT”-Schriftzug kurzzeitig euphorisiert hat.

Gestern habe ich dann nochmal in die Kanalisation reingeschnuppert. Offenbar muss ich runter. Ganz runter. Die riesigen Ratten sind ekelerregend. Ich will eigentlich nicht. Aber ich werde. Heute Abend. Denn abseits des Kleriker-Biests hat mir Bloodborne bisher sehr viel Spaß gemacht. Auch, weil es so anspruchsvoll ist. Mal sehen, wann mich der nächste Boss erwartet. Manche Souls-Fans sagen, der ist einfacher. Andere sagen, den einfachsten Boss habe ich schon hinter mir. Na dann.

Tag 3 – Gib mir Blut!

Heute habe ich mich herunter in die Kanalisation getraut. Die Viecher dort waren mir weniger gefährlich, als ich befürchtet hatte. Ich hab inzwischen meine Axt zweimal aufgewertet und in Stärke und Vitalität investiert. Bei normalen Gegnern macht sich das (bisher) doch bemerkbar. Außerdem war ich äußerst vorsichtig. So bin ich bis zum Fahrstuhl gekommen, ohne zu sterben. Das hat wirklich Spaß gemacht!

Pater Cascoigne war für mich persönlich viel motivierender als das Kleriker-Biest. Ich habe ihn schon im ersten Fight in seine Bestien-Form gebracht. Da hat nicht viel gefehlt. Beim zweiten Anlauf war es ebenso und danach bin ich in drei Anläufen nicht mehr bis zu seiner Verwandlung gekommen, weil ich zuviel rumprobiert habe. Ich habe allerdings gemerkt, dass mir auf dem Friedhof die Enge anders als beim Kleriker-Biest auch Nutzen bringen kann. Der Pater ist nämlich oft hinter Grabsteinen hängen geblieben. Wenn ich ruhig geblieben bin, blieb er dahinter… seine letzte Bestien-Form war trotzdem ein Graus. Allerdings nicht so frustrierend wie das Kleriker-Biest. Dementsprechend überwog diesmal auch die Genugtuung. Ein gelunger Bosskampf und dazu ein reibungsloser “Dungeon” im Vorlauf – so kann es doch weitergehen. Danach bin ich die Kanalisation noch einmal abgelaufen, habe das Schweinchen getötet und dann…

…die ersten Schritt eim neuen Kathedralenbezirk unternommen. Da ging es im Prinzip bei Null los. Mit dem bisherigen Yharnam-Bezirk war ich inzwischen so vertraut, dass ich mich gewissermaßen in Sicherheit wiegen konnte. Im neuen Bezirk zittere ich wieder vor jeder dunklen Ecke. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet…

Tag 4 – Alt-Yharnam

Ich habe heute nur etwa zwei Stunden spielen können, trotz einem Samstag. Die Zeit habe ich genutzt, um meine ersten Schritte in Alt-Yharnam zu unternehmen (ab Lampe). Gegen Alt-Yharnam war Yharnam ja das Paradies! Ich bin kein einziges Mal gestorben in Alt-Yharnam und habe es geschafft, eine (glaube ich) essentielle Abkürzung freizuschalten – die gleich unterhalb der Dächer, wenn man vom Platz hinter der Alt-Yharnam-Lampe den Absatz herunterspringt.

Alt-Yharnam war sehr, sehr atmosphärisch. Aber auch echt gefährlich. Die Gegner waren deutlich stärker, außerdem gab es ein paar echte fuchterregende Brocken und außerdem die große Gruppe in der alten Kirche, die ich aber recht gekonnt einzeln hervorlocken konnte. Es gibt in Alt-Yharnam glaube ich noch sehr viel zu entdecken. Ich hoffe, ich triggere nicht aus Versehen schon den Boss, wenn ich am Sonntag nochmal eine Session einlege.

Tag 5 – Vikarin Amelia

Nachdem ich gemerkt habe, dass Alt-Yharham komplett erkundet habe und nur noch den Boss vor mit hatte, habe ich nochmal Kehrt gemacht. Denn im Kathedralenbezirk war noch ein verschlossenes Tor, für das ich aber erst ein Siegel für 10.000 Blutechos kaufen musste. Die Blutechos waren mir da noch zu schade. Hinter dem Tor ging es nochmal gut ab. Der Bereich war dennoch fix erkundet, so dass ich nun im Kathedralenbezirk und in Alt-Yharnam jede Ecke kannte (so glaube ich jedenfalls). Nun hatte ich zwei Bosse vor der Brust.

Ich entschied mich zunächst für Vikarin Amelia. Die ersten drei Kämpfe hab ich nicht viel Land gesehen, aber die waren ohnehin eher da, um eine Taktik herauszufinden. Ich wollte nicht sinnlos Items verschleudern und dann kurz vor dem Ende sterben. Die Taktik war gar nicht so schwer… wieder nah dran bleiben und dann möglichst immer hinter dem Viech verschwinden, wenn es ausholte. So richtig hat es aber nicht gereicht… also schaute ich mal nach Tipps. Ich wusste, dass Feuer gut gegen Bestien hilft. Den Flammensprüher hatte ich bereits dabei. Aber der Sägespeer war eine viel schwächere Waffe als meine Axt, die ich bereits entwickelt hatte. Dass der Sägespeer und das Feuerpapier aber so hervorragend funktionieren… kaum hatte ich meinen Sägespeer entzündet, war Vikarin Amelia auch schon Geschichte.

Danach hatte ich noch ein paar Blutechos gesammelt, um die notwendigen Punkte vollzumachen. Den zweiten Boss hebe ich mir für die neue Woche auf. Einen Easy-Mode fordere ich nicht mehr…

Tag 6 – Bluthungrige Bestie

Der nächste Boss. Ohne Warmmachen (ich muss mich immer ein bisschen Warmmachen…) hab ich das Vieh gleich beim ersten Mal fast geplättet. Im zweiten Versuch dann problemlos. Der bisher einfachste Boss, wie ich finde. Wenig Angriffe, keine besonders große Reichweite. Das Gift am Ende nervte schon, aber dann gehen halt mal ein paar mehr Blutphiolen drauf bzw. ein paar Gegengift.

Danach war irgendwie die Luft raus. Boss besiegt – das fühlt sich immer an wie Tagesaufgabe gelöst. Ich bin dann noch bis zur Lampe in den Verbotenen Wald vorgestoßen. Auf der rechten Seite der großen Kathedrale bin ich drei Mal an Vieh auf dem Platz gescheitert, der die Elektro-Axt schwingt. Das war mir zu nervig. Wie gesagt, Luft war irgendwie raus nachdem ich heute bereits den Boss gelegt hatte. Morgen geht’s tiefer in den Verlorenen Wald, wenn ich Zeit habe!

Tag 7 – Hemwick-Knochenstraße und Boss

Wieder ein wenig Zeit gehabt heute – und viel hat es auch nicht gebraucht für den nächsten Boss. Die Hemwick-Kochenstraße hat mir sehr gut gefalle. Ich “mochte” es besonders, wie viele Hexen hinter Ecken hervorgeschossen kamen und dass sich viele Gegner kaum von der grauen Umgebung abhoben. So langsam weiß ich was zu tun ist… erstmal die Abkürzungen freischalten. Das war relativ schnell getan. Die größte Hürde waren für mich (wie immer) die doofen Oger-Viecher. Die liegen mir irgendwie nicht. Jedes Mal falle ich auf ihre Kombo rein, weil ich denke, sie machen wieder nur einen normalen Schlag. Naja.

Erschreckend einfach war die Hermwick-Hexe, der Boss des Gebietes. Dass man ihre Begleiter nicht los wird (und auch nicht unbedingt bekämpfen muss), war mir recht schnell klar. Und die Hexe(n) selbst waren ja wirklich keine Hürde. Mein erster Boss im ersten Versuch! Die Hemwick-Knochenstraße endet in einer Sackgasse. Ich werde morgen, je nach Zeit, also wieder zurückmüssen. Zwei Wege fallen mir ein: An der großen Kathedrale vor der Vikarin rechts abbiegen – das hatte ich zuletzt gemieden, weil mir die Gegner da arg stark waren. Oder durch die bisher verschlossene Tür in der Oedon-Kapelle. Angesichts meiner bisherigen Erfahrungen auf dem erstgenannten Pfad werde ich wohl erstmal zurück in die Oedon-Kapelle wandern! Bis demnächst.

PS: Heute lernte ich, dass Gegner stärker werden, wenn ich Einsicht sammle. Ich hatte mich bisher nicht darum gekümmert. Muss ich morgen vielleicht auch mal machen.

Auch: Sorry für das Tag-1-Posting…

Tag 8 – Yahar’gul

Hatte nicht viel Zeit, also wollte ich nicht unbedingt einen weiteren Boss schaffen, sondern nur ein neues Gebiet erkunden. Dafür hatte ich mir das Gebiet ausgesucht, zu dem sich nun ein Tor in der Odeon Kapelle geöffnet hatte. Also den Fahrstuhl genommen und rein ins Getümmel…

Weit kam ich nicht, denn ein mir bisher unbekannter Gegner machte mir leider die Pläne zunichte. Nach dem Tod wachte ich jedoch nicht an der letzten Lampe auf, sondern im Verbotenen Dorf Yahar’gul. Na gut, wenn wir schon mal hier sind? Zurück ging es gerade ja eh nicht.

Ich konnte das komplette Gebiet ohne große Verluste erkunden, doch am großen Tor war Schluss. Blieb noch ein Weg durch einen kleinen Tunnel, doch der führte mich zu jemanden, den ich heute eigentlich noch nicht kennenlernen wollte. Die Dunkelbestie Paarl. Ich konnte gut Schaden austeilen, aber dann hat mich eine Kombo von ihm erwischt und ich war wieder im Land der Träume. Meine Blutechos leider auch. Aber für noch einen Versuch hatte ich keine Zeit. Lief nicht viel wie geplant heute!

Tag 9 – Erstmals Ratlosigkeit

Diesmal hab ich das Vieh erledigt, das mich gestern in das Verbotene Dorf gezogen hat – aber dahinter gab es nicht besonders viel zu entdecken. Ein wenig Loot, ein paar Gegner. Weiter ging’s da nicht. Nun war ich das erste Mal ratlos, was den weiteren Spielfortschritt anging. Was waren die Optionen? Ich konnte den Weg rechts der Großen Kathedrale (kurz vor der Vikarin) erkunden. Dort waren mir die zwei Jäger zu stark. Außerdem gab es noch zwei verschlossene Türen im Kathedralenbezirk… hinter einer wollte eine Stimme das Passwort. Es sollte der richtige Weg sein.

Doch dummerweise entschied ich mich zunächst für den Weg rechts der Großen Kathedrale. Die beiden Jäger konnte ich nun ganz gut platt machen, auch die restlichen Gegner. Am Ende des Weges stand ich in einer großen Kirche, in der nichts war. Außer eine Tür am anderen Ende. Tja, da hatte ein unsichtbares Riesenmonster aber was dagegen… einige Blutechos eingebüßt. Leider hab ich es dann direkt nochmal dort probiert, weil ich dachte, es lag an mir. Ich musste mich belesen um zu erfahren, dass ich zunächst ein Schlüsselitem brauche. Leider gab’s den Mandelstein nicht dort, wo ihn andere Spieler erhalten haben. Man bekommt ihn offenbar immer an einer anderen Tür. Ich werde sehen müssen, wo ich ihn herbekomme…

Also ging ich erstmal zur Tür mit dem Passwort, das ich nun kannte. Dahinter erwartete mich – ihr wisst das bestimmt – der Verbotene Wald. Die Lampe war schnell erreicht, doch dahinter wird das Gebiet wahnsinnig groß und verwinkelt. Das schaffte ich an diesem Tag nicht mehr. Als ich ein paar Zehntausend Blutechos gesammelt hatte, wurde mir die Sache eh zu riskant. Ich bin dann also einfach zurück zur Lampe, hab die Blutechos in Stufenaufstiege investiert und werde den Verbotenen Wald dann morgen weiter unsicher machen! Bis dahin, gut Blut.

Tag 10 – Der Verlorene Wald… und zwei Bosse!

Eine erfolgreiche Jagd heute! Zuerst holte ich mir mal den Mandelstein. Das Geheimnis ist ganz einfach… Bedingung ist nicht nur, dass man die Vikarin erledigt hat, sondern auch, dass man mindestens einmal im Verlorenen Wald war. Danach gibt’s den Mandelstein bei jedem NPC an jeder Tür… naja.

Danach nahm mir wie geplant den Verlorenen Wald vor. Die Gegner dort lagen mir ganz gut. Bisher hatte ich oft sowas wie “Angstnormalos” – also normale Gegner, mit denen ich nicht so gut klar kam. Im Verlorenen Wald gab es die eigentlich nicht, aber dafür war das Gebiet riesig. Große Erleichterung, als ich die erste essentielle Abkürzung (Gittertür durch Windmühle an der Lampe) freigeschaltet hatte. Doch auch der zweite Teil durch den Verlorenen Wald war nochmal eine echte Herausforderung. Ich habe echt lange gebraucht, um alles zu erkunden. Und auch mehr als einmal die Orientierung verloren. Es ging gut aus, ich schaltete auch die letzte Abkürzung frei und war vor dem Boss.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, ihm noch nicht gewachsen zu sein. Also ging’s erstmal zurück zur Lampe, Blutechos ausgeben. Danach, so dachte ich mir, nehme ich mir doch mal die Dunkelbestie Paarl vor. Eigentlich ist es Unsinn, weil die Bosse sowieso unchronologisch gespielt werden können. Aber vom Gefühl her lag der Boss weiter zurück und ich war nun stärker. Nachdem ich gestern beim ersten Versuch gestorben war, klappte es dann aber nun auch tatsächlich gleich im nächsten Run. Die Kleidung mit Blitzschutz war sicher auch nicht übel. Paarl war echt gar nicht so schwer zu knacken. Wichtig war nur, unter ihm zu bleiben. Und dann drauf auf die Beine. Er sackte immer schon nach zwei Beintreffern zusammen… am Ende war es leichtes Spiel.

Da hatte ich also Selbstbewusstsein getankt für die Schatten von Yharnam, den Boss im Verlorenen Wald. Oder besser: die Bosse. Sind ja gleich drei. Letztlich hab ich da auch nur drei Versuche gebraucht. Eine große Arena, viel Platz zum Ausweichen und drei humanoide Gegner meiner Größe – machbar. Dazu Kleidung mit Feuerschutz. Die Feuerbälle können schon ätzend sein. Die Endformen der Jungs waren auch nicht so schlimm, wie befürchtet.

Also, eine erfolgreiche, aber auch ziemlich zeitaufwendige Jagd heute! Gut Blut!

Tag 11 – Grauenvolle Dinge

Heute habe ich allerhand gesehen. Allerhand grauenvolle Dinge. Die freie Zeit erlaubte einen wahren kleinen Jagdmarathon. Nachdem ich den Verlorenen Wald durchquert hatte, freute ich mich auch ein neues Gebiet. Byrgenwerth machte zunächst nicht den Eindruck, als könnte es mir dort besser gefallen. Aber Byrgenwerth war auch nur ein sehr kleines Gebiet. Die ekligen Viecher, die aussehen wie Hulk mit einem maximal vergrößerten Fliegenauge als Kopf, waren schnell erledigt. Ein wenig mehr verlangte mir da schon die Jägerin ab, die im Anwesen auf mich wartete. Die schlenderte da rum und es sah zunächst aus, als könnte ich einen Kaffee bei ihr schlürfen, aber sie wollte irgendwie keine Einladung aussprechen. Offensiv schien mir zunächst die falsche Taktik, aber defensiv war quasi die unzulässige Steigerung von “falsch” – falscher. Beim zweiten Versuch lockte ich sie aus dem Anwesen raus, damit ich mehr Platz habe. Dummerweise waren da die Hulks mit Fliegenkopf schon wiedergeboren. Mit der zornigen Hausherrin und drei Hulks war dann auch schnell Schicht im Schacht. Der dritte Versuch saß dann aber.

Zeit zum Durchatmen war keine. Schon stand ich im Mondseite-See. Ein gruseliger Bosskampf gegen eine Spinne mit dicken Körper. Ich verabscheue Spinnen. Am meisten die, die einen dicken Körper haben. Rom die Spinne war aber ein ganz angenehmer Gast. Erst in der letzten Phase wurde sie ein wenig mürrisch, aber daran sollte es nicht scheitern. Die erste Beute des Tages!

Wohin nun? Ich hatte inzwischen den Mandelstein eingesammelt und wollte mal sehen, was hinter der Versteckten Kirche auf mich wartet. Das Unterrichtsgebäude war es. Die Schüler dort waren leider schon eine Weile ohne Aufsicht und ein wenig aufgedreht. Aber kein Problem für meine aufgerüstete Jäger-Axt. Viel gab es im Gebäude nicht zu entdecken, außer den Zugang zum nächsten Gebiet, das direkt anschließt: die Albtraumfront. Albtraumfront, da läuten ja die Ohren. Das klang ganz klar nach einem Gebiet, für das ich noch nicht bereit war. Ich aktivierte also nur die Lampe und sagte ihr, ich hätte noch was zu erledigen…

Es zog mich also wieder nach Yahar’gul, wo ich schon mal einen optionalen Boss beseitigt hatte, aber es nun nach dem Ritual-Geheimnis allerlei neue Dinge zu entdecken gab. Die Frauen dort waren wohl schon ein Weilchen unter sich und nicht besonders gut auf meinen Besuch zu sprechen. Dazu kamen die Irren, die unnachgiebig ihr Glöckchen läuteten – gruselig. Das sorgte dafür, dass erstmals auch Gegner respawnten. Das war mir so gar nicht recht. Die meisten Gegner waren aber kein Problem, außer, ich musste mich doch mal einer ganzen Meute gleichzeitig stellen, was ich natürlich tunlichst vermied.

Schließlich stand ich wieder in der Kapelle… die Gegner wurden stärker, der Boss musste nah sein. Die ekligen verwesten Riesendinger, die aus einem alten Obstkorb wuchsen und den als hinteres Gliedmaß hinter sich herzogen, brachten mich fast dazu, Kehrt zu machen — da stand ich auch schon vor dem Boss. Ein ekelhaftes Vieh, zusammengeflickt aus unzähligen Leichen, deren Innereien es auf mich kotzte. Klingt eklig, war auch so. Flankiert war das Monstrum von Hexen, die unnachgiebig Feuerbälle auf mich schleuderten. Zum Glück konnte man die ausschalten. Für den Wiedergeborenen, so heißt dieser Boss, brauchte ich trotzdem drei Versuche. Beim ersten Versuch ersoff ich förmlich in seinem Erbrochenen. Beim zweiten Versuch hab ich mich ein wenig blöd angestellt. Der dritte Versuch (mit Feuerpapier als kleine Hilfestellung) saß dann. Der zweite Boss heute! Gute Quote.

Nach einer kleinen Auszeit dachte ich dann, ich könnte es mal im Oberen Kathedralenbezirk versuchen, für das ich inzwischen den Schlüssel eingesammelt hatte. Die zwei Prolls auf der Brücke haben mich aber tatsächlich zwei Mal zur Lampe zurückgeschickt. Da war die Luft erstmal raus. Aber es war ja eine gute Jagd heute. Zwei Bosse. Bin zufrieden.

Neben dem Oberen Kathedralenbezirk habe ich nun die Option Albtraumfront (pfui bah) und die Möglichkeit, zu sehen, was hinter dem Wiedergeborenen auf mich wartet. Schauen wir mal…

Tag 12 – Keine Zeit…

Der Tag heißt zwar Tag 12, aber zwischen Tag 11 und Tag 12 sind schon zwei Tage vergangen, an denen ich leider kein Bloodborne gespielt habe. Damit ich nicht alles vergesse, habe ich heute mal 45 Minuten freigeräumt und ein wenig gekämpft. Und nebenbei die Abkürzung in Iosefkas Klinik freigeschaltet. Das ging fix. Dieses Gebiet werde ich vermutlich als nächstes erkunden…

Tag 13 – Schlösser und Berge

In dieser Woche hatte ich leider sehr wenig Zeit für Bloodborne. Das Erlebte fasse ich daher mal als “einen Tag” zusammen. Zunächst ging ich wieder in Iosefkas Klinik, in die der Weg dank Abkürzung nun kurz war. Es stellte sich als ein sehr kleines, aber auch echt ganz schön furchterregendes Gebiet heraus. Am Ende erwartete mich nur eine alte Frau, die in seltsamer Stellung auf einer Liege hockte. Wen das Iosefka war, dann wollte sie offenbar nicht gegen mich kämpfen. Vielleicht habe ich sie auch zu Unrecht von hinten ermordet… naja, nun war es auch zu spät. In der Klinik fand ich die Einladung nach Cainhurst, von der ich schnell erfahren sollte, wo sie mich hinbringt.

Auf dem Plan stand eigentlich, ein paar Level zu klettern, um den normalen Gegnern im Oberen Kathedralenbezirk gewachsen zu sein. Ich überlegte also kurz, wo es viele Gegner gab, die ich relativ leicht erledigen konnte. Da kam mir die Knochenstraße von Hemwick in den Kopf. Wer es bereits erlebt hat, kann kombinieren… die Einladung nach Cainhurst in der Tasche, schaute ich nicht schlecht, als mich auf der Knochenstraße plötzlich eine Pferdekutsche einlud, mitzufahren. Creepy! Sie setzte mich im Schloss Cainhurst ab, einem optionalen Gebiet.

Dort erwarteten mich zunächst mal zielich eklige Spinnentiere, manche von ihnen bis zum Rand vollgesogen mit Blut. Unsymphatische Zeitgenossen. Die weinenden Putzfrauen im Schloss selbst waren auch nicht symphatischer, aber immerhin leicht zu besiegen. Ich bahnte mir also den Weg durch das Schloss, was überraschend leicht fiel. Märtyrer Logarius, der Boss des Gebietes, holte mich dann ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Einer der umbequemsten Bosse der letzten Zeit. Fünf Anläufe habe ich schon gebraucht. Hinter seinem Thron empfind mich die Königin, wenigstens die war mal nicht in Kampflaune! Leider erlag sie wenig später der Klinge von Alfred, meinem Jägerkumpel.

So gestärkt machte ich mich dann auch noch in die Albtraumfront auf. Rückblickend gar nicht sooo albtraumhaft. Einmal bin ich draufgegangen, weil ich die Steine der Riesen unterschätzt hatte. Aber dann stand ich auch schon vor Amygdala, der seinerseits nicht mehr viel länger stehen sollte.

So wie ich das sehe, habe ich mit dem Oberen Kathedralenbezirk nun das letzte optionale Gebiet vor mir. Das werde ich dann wohl auch noch erkunden, bevor ich hinter dem Wiedergeborenen weitermache. Gut Blut!

Tag des Jüngsten Gerichts

Leider habe ich die letzten Tage nicht hier festgehalten. Aber dafür habe ich Bloodborne nun durchgespielt. Meinen Gesamteindruck lest ihr hier.

 

13 Comments

  1. Holzkohlen sagt:

    Du hast ne falsche Vorstellung von Souls-Games, denn eigentlich sind die gar nicht schwer. Klar, schwerer als viele andere Spiele sind sie definitiv, aber niemals ultra-schwer bis unschaffbar. Ich muss es wissen, da ich alle Souls-Teile durch habe und trotzdem jemand bin, der sehr gerne auch auf easy spielt, um die Story eines Spiels zu erleben.

    Wirklich schwer ist eigentlich nur der Einstieg in die Souls-Welt, damit hatte ich anfangs auch arge Probleme. Es ist definitiv nicht verwerflich sich bei den ersten 2-3 Bossen mal ein wenig Hilfe in Form von Videos zu holen. Ich kann dir an dieser Stelle nur mal das Video von VaatiVidya für das Cleric Beast empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=XD0kUBULEIM
    Ich habe bei Dark Souls 1 damals auch erst durch das Schauen eines Walkthroughs inkl. dem Besiegen der ersten 2 Bosse, in das Spiel finden können.
    Jetzt klaue ich noch ein paar Sätze aus dem 2 Tage alten Beginners guide to souls games von Kotaku:
    Jeder kann es durch ein Souls-Game schaffen, wenn er sich wirklich Mühe gibt und bereit ist aus seinen Fehlern zu lernen.

    Ich kann allerdings auch verstehen, dass man keine Lust darauf hat, sich in ein Spiel einzuarbeiten, muss aber auch sagen, dass es sich bei den Souls-Games wirklich lohnt!

  2. Mido sagt:

    Hey,

    ich würde sagen du hast in die Spielmechanik einfach (noch) nicht reingefunden. Dein Level hat in Bloodborne nicht so viel zu sagen. Du kannst Level 70 sein, wenn du alle Punkte in Konstitution gesteckt hast, dann hilft dir das auch nicht sonderlich weiter.

    Level 21 sind potentiell 10 Punkte auf Stärke/Vit/Geschick. Wenn du deine Waffe nicht upgradest, dann ist der Schaden, den du dazu gewinnst fast nicht merklich. So früh im Spiel schon eine super Waffe zu haben ist natürlich nicht ganz einfach, und der Boss ist deutlich leichter, wenn man die Hacksäge oder die Axt hat.

    Auch kann man den Boss gut mit der Pistole bearbeiten – einfach nur im richtigen Moment feuern ( während seiner Angriffsanimation ).

    Am wichtigsten ist allerdings: Du musst den Boss gar nicht machen. Die Kleriker Bestie ist optional, und für das weiterkommen im Spiel vollkommen unerheblich. Du brauchst das Gebiet, in dem sie steht, gar nicht betreten. Wenn du Stundenlang in der Gegend rumgelaufen bist, um Seelen und Items zu farmen, dann solltest du noch einen anderen Weg gefunden haben, der dich in andere Gebiete und zu einem anderen Boss bringt. Vielleicht ist der Boss dann ja auch etwas einfacher für dich.

    Ich bin mir nicht sicher, ob das alles was mit “casual”-gaming oder Schwierigkeitsgrad oder den korrekten Erwartungen zu tun hat. Die Souls Reihe brüstet sich damit, dass man Stundenlang an einem Boss hängen kann. Ich bin selber kein Hardcore Souls Spieler, habe aber auch alle Teile durchgespielt. Es gab da auch Bosskämpfe, die ich 40 Mal machen musste – ich kannte da auch alle Attacken der Gegner, aber sie waren einfach schneller als ich.

    Fire Emblem da als Vergleich heran zu ziehen ist da schon etwas fragwürdig, da das Spiel rundenbasierend ist, du lange Zeit hast dir zu überlegen, was du machst, und du ganz genau nachschauen kannst welche Konsequenzen dein Zug hätte wenn Einheit A gegen Einheit B kämpfen müsste. Und die Charaktere bekommen mit jedem Level wirklich wichtige Stats – das funktioniert einfach ganz anders. Es kommt nur aus der selben Genre Richtung (RPG).

  3. Idolmeister sagt:

    Hör dir bei Gelegenheit mal diesen Podcast von ein paar alten gebrechlichen Herren zu diesem Thema an ლ(╹◡╹ლ).

    http://www.j-junk.de/videogame/telespieleabend-folge-20-true-retro-gaming/

  4. Butterfliege sagt:

    Bloodborne: prepare to cry edition.

    Nach den ersten Zeilen verspüre ich das intensive Bedürfnis dieses geschundene Wesen in den Arm zu nehmen. Armes Put put.

    Fragst du bei einer Prüfung auch nach einer leichteren Klausur, wenn es dir zu schwierig ist?

    Schätzelein, ich habe jedes Spiel der Souls-Reihe gespielt und der Schwierigkeitsgrad ist ein essenzieller Bestandteil der Serie. Gott weiß, wie oft ich mit suizidaler Hingabe die Waffen der Gegner geknutscht habe und in geradezu masochistischer Manier immer wieder in die Nebelwände gelaufen bin. Aber scheiße nochmal, war das Gefühl befriedigend, wenn man es dann endlich geschafft hat!
    Der Spieler muss sich auf das Spiel einlassen, nicht umgekehrt. Wenn du dich nicht mit der Mechanik auseinandersetzt, kannst du deinen charakter ins Nimmerland leveln und wirst trotzdem scheitern.

    Bloodborne fordert seine Spieler noch, im Gegensatz zu anderen Spielen, wo die künstliche “Intelligenz” nicht mehr kann als ein Nutellabrot.

    Fromsoftware steckt viel Arbeit und Mühe in seine Spiele. Der Spieler sollte das zu würdigen wissen und sich auf das Konzept einlassen, anstatt sich zu beschweren, weil er nicht in der Lage ist Einen Button im richtigen Moment zu drücken.

  5. Tony sagt:

    @Holzkohlen: Habe kein Problem damit, mich in ein Spiel einzuarbeiten. Ich habe ja schon sechs Stunden Bloodborne gespielt.

    @Mido: Hab schon gemerkt, dass es nicht viel Unterschied macht, ob ich 20 HP mehr habe oder 40 HP mehr. Deswegen hab ich auch auf Schaden hingearbeitet, auch meine Waffe bereits verstärkt. Sorry, aber ich werde auf gar keinen Fall einen Boss 40 Mal machen, wenn ich seine Bewegungen und seine Angriffe bereits verinnerlicht habe. Das hat dann nichts mehr mit “Souls spielen” zu tun. Wo genau ist dann der Lernerfolg, den Souls-Fans so vergöttern? 40 Mal lernen? Oder ist das dann am Ende vielleicht nur das Glück, dem letzten Angriff auszuweichen, weil man statt nach links mal nach rechts abgerollt ist?

    @Butterfliege: Danke für’s ins Arm nehmen und das Lesen der ersten zwei Sätze – mehr hast du wahrscheinlich auch nicht gelesen. Du bist wohl der, den ich mit “Souls-Ultra” meine :D Ich fordere nicht, dass Bloodborne einfacher ist.

  6. Butterfliege sagt:

    “Ein easy-mode für Bloodborne”
    Der Titel schreit ja regelrecht danach. Und du erwähnst es auch im Text.

    Wenn du stirbst, ist es grundsätzlich ein Fehler deinerseits. Und ja, es kann durchaus entscheidend sein in welche Richtung du ausweichst.. ;)

    Und nein, ich habe kein Gamer-gen und meine Daumen wurden nicht von Gott geküsst. Ich habe lediglich Spaß an der serie.

  7. Mido sagt:

    Hey,

    wenn du die Bosse in Bloodborne nicht schaffst, dann hast du aber auch nicht das verinnerlicht, was du dir da vormachst. Wenn du alle Bewegungsmuster des Bosses in und auswendig kennst und weißt, wie du darauf zu reagieren hast, dann ist es fast unmöglich bei gegeben guter Reaktion noch zu sterben.

    Ein Beispiel:
    Es gibt einen Boss in dem Spiel der eine Art Magieattacke auf dich schleudert. Weichst du zur Seite oder nach hinten aus wirst du getroffen, läufst du auf den Boss zu, so trifft die Attacke nicht. Es bringt mir hier nichts zu wissen, welche Attacke kommt, wenn der Boss Bewegung X ausführt, ich muss auch darauf reagieren können – genau hier liegt der Lernfaktor, wegen dem viele sagen “hard to learn, hard to master”.

    Der Fehler, den viele machen ist, schlicht und ergreifend immer zu versuchen nach hinten auszuweichen, aber das ist nicht immer der goldene Apfel. Ich hab auch auf Twitter gesehen, dass du meintest, dass du nicht wusstest, dass man eine Waffe in zwei Hände nehmen kann, weil dir das kein tutorial verraten hätte – dann warst du schlicht unaufmerksam. Die kleinen Knochenköpfe im ersten Haus und auf dem ersten Platz des Spieles weisen schon darauf hin, das man das machen kann, und sagen dir sogar, welche Tasten du gedrückt hast.

    Ich verstehe, dass du frustriert bist, versuch hier aber bitte nicht irgendwelche herangezogenen Ausreden dafür zu finden, dass du einfach noch nicht gut genug warst. Das haben andere nicht einmal nach 40 gescheiterten Bossruns gemacht.

    Und ja. Ich habe das Gamer-gen. Das brauch man hier nicht. Hier brauch man nur: aufhören zu jaulen und anstrengen.

  8. Tony sagt:

    Du musst aber auch verstehen, dass ich mich nicht übermäßig anstrengen WILL. Genau das ist ja auch der Punkt. Ich will unterhalten werden, spielen, was erleben – nicht 40 Mal lernen. Ja – dann ist Bloodborne vielleicht nichts für mich. Nicht in der Form zumindest. Aber das muss man auch respektiere. Da kann man nicht sagen, ich müsse aufhören zu jaulen und mich mehr anstrengen. Ich will es in der Form eben auch nicht, nicht so übermäßig. Wie geschrieben (im Update) – ich finde viele Dinge cool, die Bloodborne von mir fordert. Das macht auch bis zu einem gewissen Grad Spaß. Aber irgendwann Frust. Und wenn Souls-Fans das mögen, ist das für mich in Ordnung. Aber ich mag keinen Frust, und deshalb forderte ich, dass die Bosse einfacher sind. Wenn es möglich wäre, dass ich Bloodborne so erlebe und ihr Bloodborne so, wie ihr es wollt, wo wäre denn da das Problem?

  9. Tony sagt:

    So, jetzt hab ich das Kleriker-Biest übrigens geschafft ;P

  10. Mido sagt:

    Ich würde dann an deiner Stelle aber das Spiel in seine Hülle zurücklegen, es verkaufen oder ins Regal zu anderen Spielen stellen.

    Die Kleriker Bestie ist der leichteste Boss im Spiel, und da kommen Kämpfe, die du als unfair empfinden wirst. Wenn dus nicht willst, dann war deine Erwartungshaltung nicht im Einklang mit deiner Einstellung.

    From Software wird nicht umsonst Frust Software genannt.

  11. Butterfliege sagt:

    Ich möchte dir nicht den letzten Hauch Hoffnung nehmen, der noch vorhanden ist (das hat mein Vorredner ja schon getan), aber die folgenden Bosse sind bei weitem nicht so “simpel” wie das Haarknäuel mit Regelblutung.

  12. Dominic sagt:

    Eigentlich gibt es mindestens 2-3 Bosse die viel einfacher sind als das Kleriker Biest^^ Ich fand persönlich die ersten zwei Bosse wirklich schwer da ich noch nicht so ins Gameplay gefunden hatte. Alles was danach kommt ist aber durchaus LEICHT.

  13. Tony sagt:

    Ja, Butterfliege. Da muss ich eher dem Dominic Recht geben :-)