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Tales of Hearts R

By Tony, 10. Dezember 2014

Dass Tales of Hearts R mein erstes Tales-of-Spiel sein würde, dass hatte ich schon eine Weile beschlossen. Dass es für PlayStation Vita erscheint, kam mir dabei gerade recht. Der Handheld blieb bei mir persönlich in den vergangenen Monaten doch recht spärlich genutzt. Außerdem lokalisierte Bandai Namco Tales of Hearts R in gleich fünf Sprachen für Europa und brachte den Titel zudem in einer Retailversion. Auch das sollte durch einen Kauf belohnt werden. Ganz nebenbei wollte ich natürlich auch endlich mal Tales of kennenlernen… ich sollte es nicht bereuen.

Mit Kor und Kohaku wurde ich sofort warm. Kohakus Spiria wiederherzustellen, war eine unglaublich Motivation. Kohaku wird mir wohl für eine Weile der liebste weibliche Tales-of-Charakter bleiben. Auch sonst weiß der Cast von Tales of Hearts R zu gefallen. Kohakus Bruder Hisui war mir – anders als vielleicht anderen – auch von Anfang an sympathisch. Er ist eben ein wenig unbeholfen, wenn es darum geht, seine hehren Absichten darzulegen. Mit Beryl ist sogar die oft obligatorische Nervensäge total sympathisch. Außerdem hat sie eine unglaublich tolle japanische Synchronsprecherin, aber das nur am Rande. Die Motivationen von Gall und Ines scheinen zu Beginn ein wenig dünn für eine so gefährliche Reise, aber das ist schnell vergessen. Kunzite ist vor allem zum Anfang witzig und Chalcedony sowieso toll.

Die Geschichte ist fesselnd, wenn bestimmt auch nicht die beste, die ein JRPG jemals gesehen hat. Sie ist mitunter ein wenig schwer nachzuvollziehen, was vermutlich an der teilweise komplizierten Terminologie liegt. Ich zumindest hatte damit stellenweise meine Problemchen. Ich habe aber auch nur die Story gespielt und mir wohl zu wenig Zeit damit gelassen.

Das Kampfsystem war für mich als Tales-of-Einsteiger kompliziert. Aber das kennen wohl alle, die das erste Mal Tales of spielen. Mit fortlaufender Spielzeit fuchst man sich aber rein, auch wenn nicht gleich jede Artes gelingen will. Grundsätzlich ist das Echtzeitkampfsystem aber wirklich kurzweilig.

Insgesamt war ich von Tales of Hearts R jedenfalls so begeistert, dass ich beschloss, auch ältere Tales-of-Spiele nachzuholen. Insofern war Tales of Hearts R für mich also durchaus prägend. Wer JRPGs mag, für den ist Tales of Hearts R wahrscheinlich ohnehin Pflicht. Wer Tales of noch nie gespielt hat, für den ist Hearts R vielleicht nicht der allerbeste Einstieg in die Serie, aber bestimmt auch nicht der schlechteste. Für meinen Storydurchlauf habe ich 38 Stunden benötigt.