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The Evil Within

By Tony, 3. November 2014

Für The Evil Within hangen die Trauben hoch. Nicht zuletzt dank Genre-Mastermind Shinji Mikami und der aggressiven Vermarktung von Publisher Bethesda. So kam es, dass The Evil Within vielerorts zerpflückt würde. Eine Meinung, die ich nicht teile. The Evil Within war für mich durchaus ein gutes Videospiel. Auch wenn es meine Erwartungen ebenfalls nicht erfüllen konnte.

The Evil Within ist eine Achterbahn der Gefühle. Begünstigt wird das dadurch, dass The Evil Within im Prinzip alles bietet, was das Genre in den letzten Jahren zu bieten hatte. Gutes wie auch Schlechtes nämlich. The Evil Within ist mehr Survival als Horror, den Schluss kann ich sicher ziehen. Mikami schickt euch auf eine Reise quer durch ein Sammelsurium aller bekannten Szenarien. Warum eigentlich? Das wird bis zum Ende nicht ganz deutlich. Aber es macht Spaß.

The Evil Within lebt mehr von der Panik, dem Ekel, verstörenden Tötungsanimationen oder dem Zeitdruck als vom Psycho-Horror und der blanken Angst. Doch es gibt auch Passagen, in denen all das zusammenkommt. Zum Beispiel im Herrenhaus – wo auch sonst. Leider häufen sich besonders gegen Spielende die Action-Passagen und Zombie-Wellen, bis schließlich das unweigerliche MG-Geschütz in Erscheinung tritt. Aber wieso sollte es auch ausgerechnet in The Evil Within fehlen, in dem eigentlich alles steckt.

Sebastians Partner Kidman und Joseph sind blass. Außerdem trüben technische Unzulänglichkeiten den Spielspaß. Dass ich die PlayStation-4-Version gegriffen habe, war dabei wohl noch eine glückliche Fügung. Hier hält sich das Ganze in Grenzen. Die Soundkulisse ist hervorragend. Nichtsdestotrotz war The Evil Within die 17 Stunden wert, die ich für den Storydurchlauf benötigt habe.

Für einen detaillierten Blick auf The Evil Within möchte ich auf meinen Test bei jpgames.de verweisen.